Wider den „Atheismus” Freuds - Viktor v. Weizsäcker als Lebensphilosoph
M. Bormuth · Balint Journal · 2005 · Heft 04 · S. 97-107
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Viktor von Weizsäcker (1886 - 1957) entwickelte seine Psychosomatik in enger Anlehnung an die Psychoanalyse. Allerdings stand er in Opposition zu Freuds Religionskritik, die 1927 unter dem Titel „Die Zukunft einer Illusion” erschien. 1933 empfahl v. Weizsäcker den Essay zur nationalsozialistischen Bücherverbrennung. Nach dem Krieg setzte er sich wieder bedingt für die psychoanalytische Theorie an der Universität Heidelberg ein. Jedoch kritisierte er in der Tradition Nietzsches die rein aufklärerisch-rationale Tendenz der Psychoanalyse. In der Perspektive seiner Lebensphilosophie wird die ambivale…