Vernachlässigte Tropenkrankheiten - Viszerale Leishmaniasis
Jonas Lohmann, Nicole Berens-Riha, Mirna Safia Abd El Aziz · Flugmedizin · Tropenmedizin · Reisemedizin – FTR · 2026 · Heft 01 · S. 38-43
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die viszerale Leishmaniasis (VL) ist eine parasitäre Erkrankung. Ebenso wie die kutane und mukokutane Leishmaniasis wird sie durch den Stich einer infizierten Sandmücke übertragen 1, 2, 3. Aufgrund einer möglichen Hyperpigmentierung im Rahmen der Infektion bezeichnet man die VL auch als Kala-Azar (von Hindi: „schwarze Haut“ oder „schwarzes Fieber“) 2, 4, 5. Wenn unbehandelt, gilt sie mit einer Letalität von bis zu 95 % als schwerste Variante der Leishmaniasis 1. Sie betrifft vorrangig Bevölkerungsgruppen in ländlichen Regionen und ist eng mit Armut, Mangelernährung, Fluchtbewegung und Migration, Immunsuppression…