Empathie und interpersonelle Prozesse
Christiane Montag, Ivan Nenchev, Anna-Lena Bröcker · Nervenheilkunde · 2026 · Heft 01/02 · S. 12-13
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungEmpathie bildet die Grundlage gelingender interpersoneller Prozesse. Sie umfasst die Fähigkeit, das eigene Verhalten und das anderer Menschen als durch innere Zustände, wie Gedanken, Gefühle, Wünsche, Überzeugungen, bestimmt zu verstehen, und gleichzeitig mit-zu-fühlen. Die Fähigkeit zur Repräsentation und Abstraktion mentaler Zustände, auch als Mentalisierung beschrieben, entwickelt sich ontogenetisch im Zuge geglückter emotionaler Resonanzprozesse mit wichtigen Bezugspersonen und ist grundlegend für unser Vermögen zur Emotions- und Selbstregulation durch Zuschreibung von subjektiver Bedeutung.