Fortleitung der Skelettmuskelfaser-Aktionspotenziale: Hintergründe, Methodik und Interpretation oberflächlicher Ableitungen
Eduard Kurz, Philipp Schenk, Christian Baumgart, Thomas Bartels, Roland Graßme · Klinische Neurophysiologie · 2026 · Heft 01 · S. 4-11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungDer Einsatz der Oberflächen-Elektromyografie liefert ein breites Spektrum an Informationen für die Beurteilung des Funktionszustands der Muskulatur. Ein Parameter, welcher dabei sowohl klinische als auch leistungsphysiologische Relevanz besitzt, ist die Muskelfaserleitgeschwindigkeit (MFCV). Die MFCV ist ein Indikator für den Muskelfaserquerschnitt, die Rekrutierungsordnung der motorischen Einheiten und der Änderung peripherer Eigenschaften des neuromuskulären Systems. Aufgrund der aufwendigeren Signalerfassung ist dieser Parameter bisher einer breiten praktischen Anwendung vorenthalten geblieben.