Wie kann die kongenitale Prosopagnosie diagnostiziert werden?
A Klippel, S Ruge, M Gade, A Danek · Klinische Neurophysiologie · 2009 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Prosopagnosie (PA) ist das Unvermögen, eine Person alleine anhand ihres Gesichts zu identifizieren. Sie kann entweder als erworbene Form nach einer Schädigung des Gyrus occipito-temporalis vorkommen oder als kongenitale Variante auftreten. Letztere Erscheinungsform hat bisher kein anatomisches Korrelat und zeigt einen autosomal-dominanten Erbgang. Trotz einer geschätzten Prävalenz von 2,5% in der deutschen Bevölkerung (Kennerknecht, 2007, J Hum Genet. 52: 230–6), bleibt die kongenitale PA häufig unbemerkt. Wir vermuten dafür folgende Gründe: Die kongenitale PA variiert interindividuell in den Symptomen und im Sc…