Wernicke-Enzephalopathie bei Refeeding-Syndrom
Georg Bornemann, Georg-Michael Schubert · Psychiatrische Praxis · 2026 · Heft 02 · S. 104-106
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungBerichtet wird über eine Patientin mit vorbekannter rezidivierender depressiver Störung und Anorexia nervosa vom restriktiven Typ. Im Rahmen einer depressiven Episode führte ein gesteigerter Appetit zu einem Refeeding-Syndrom mit konsekutiver Wernicke-Enzephalopathie bei vorangegangener Nahrungskarenz im Rahmen der Anorexie. Pathophysiologisch liegt ein gesteigerter Thiaminverbrauch bei plötzlicher Umstellung auf eine anabole Stoffwechsellage zu Grunde. An eine Wernicke-Enzephalopathie sollte auch bei unspezifischer Symptomatik bei jeglicher Mangelernährung gedacht werden, insbesondere da erstere…