C. M. Boger und die Balance von Semiotik und Diagnostik
Norbert Winter · Allgemeine Homöopathische Zeitung · 2026 · Heft 03 · S. 4-12
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungDie wesentlichen praxisbezogenen Nachschlagewerke der Homöopathie entstanden in einer Zeit, als sich die Medizin im Umbruch befand. Die alte „semiotische“ Sicht auf Krankheiten wurde zunehmend abgelöst durch den „diagnostischen“ Blick. Die sich daraus ergebende Ambivalenz spiegelt sich in den Kasuistiken dieser Homöopathengeneration wider. Während dies für alle Exponenten vorwiegend der amerikanischen Rezeption der Homöopathie gilt, wird hier der Fokus auf C. M. Boger (1861–1935) gelegt, der am deutlichsten die Balance zwischen beiden Sichtweisen verkörpert.