Bayerische Präventionskampagne zum Schütteltrauma
U Nennstiel-Ratzel, G Hölsche, V Gantner, M Wildner · Das Gesundheitswesen · 2010 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Pro Jahr werden in Deutschland ca. 120 Kleinkinder mit Verdacht auf ein Schütteltrauma (engl. shaken baby syndrome) in einem Krankenhaus behandelt [1]. Mit Schütteltrauma wird eine typische Verletzungskombination aus subduralen Hämatomen, meist ausgeprägten retinalen Einblutungen (nicht obligat) und oft schweren, prognostisch ungünstigen diffusen Hirnschäden [2] beschrieben, die nach heftigem Schütteln eines Säuglings auftritt. Täter sind nicht nur die Eltern, sondern häufig auch andere Personen, die den Säugling betreuen. So waren gemäß einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 1995 in 37% der Fälle der biologis…