Schizophreniforme Erkrankungen, Psychose und Tötungsdelikte: Die Bedeutung sozialtherapeutischer Maßnahmen zur Prävention von Delikten
Joachim Nitschke, Michael Osterheider, Andreas Mokros · Psychiatrische Praxis · 2011 · Heft 02 · S. 82-86
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung EINLEITUNG Es wurde der Frage nachgegangen, ob Tötungsdelikte von psychotischen Patienten bei umfassender psychiatrischer Behandlung hätten verhindert werden können. METHODE Es erfolgte eine Analyse von 39 Psychoseerkrankten, welche ein Tötungsdelikt begangen hatten. ERGEBNISSE Bei 10,2 % zeigten sich eindeutige Fehler, bei weiteren 15,4 % war eine fehlende Kommunikation zwischen Angehörigen des Patienten und Therapeuten für die Tat mitverantwortlich. SCHLUSSFOLGERUNGEN Die gesamte Familie des Patienten sollte im Rahmen der Sozialpsychiatrie in die Therapie mit einbezogen werden.