Patient Self-Inflicted Lung Injury (P-SILI): Pathophysiologie und klinische Implikationen
Niklas Ploenes, Christian Karagiannidis, Stephan Eric Straßmann, Wolfram Windisch · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 2026 · Heft 12 · S. 626-632
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Was ist neu? Pathophysiologie, Screening und Monitoring Patient Self-Inflicted Lung Injury (P-SILI) beschreibt ein Konzept, bei welchem sich Patienten in der akuten hypoxämischen respiratorischen Insuffizienz (AHRF) durch einen hohen Atemantrieb und tiefe Atemzüge selbst einen Schaden zuführen und das Lungenversagen perpetuieren können. Die von der Spontanatmung abhängige Lungenschädigung wird wahrscheinlich durch 4 Mechanismen vermittelt: 1. ein erhöhter mechanischer Stress, 2. eine heterogene Ventilation mit Pendelluft, 3. ein gesteigerter pulmonaler Blutfluss mit mikrovaskulären Verletzungen sowie 4. eine Pat…