Präzisionsmedizin beim Angelman-Syndrom – von selten zu neu
Lena Manssen, Janina Gburek-Augustat, Andreas Merkenschlager, Christine Makowski · Kinder- und Jugendmedizin · 2026 · Heft 03 · S. 195-199
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungDas Angelman-Syndrom (AS) ist eine seltene neurogenetische Erkrankung (Inzidenz ca. 1:15 000), die durch einen Funktionsverlust des maternalen UBE3A-Gens in Neuronen verursacht wird, während das paternale Allel infolge genomischen Imprintings inaktiv ist. UBE3A kodiert für die Ubiquitin-Protein-Ligase E3A mit zentraler Bedeutung für die neuronale Entwicklung und die synaptische Funktion. Klinisch manifestiert sich das AS durch eine schwere globale Entwicklungsverzögerung mit fehlender Sprachentwicklung, muskuläre Hypotonie, Ataxie, Verhaltensauffälligkeiten, gastrointestinale und orthopädische Pro…