Homo Ludens. Philosophische und anthropologische Aspekte des Spiels
M Poltrum · Suchttherapie · 2011 · Heft 08
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In Schillers berühmten Satz, „der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ (1795), spricht sich die Grunderfahrung des Homo Ludens aus. Das Spiel, so lässt sich aus antiken, mittelalterlichen und neuzeitlichen Spieltheorien entnehmen, stellt eine ganz besondere Weise der Weltaneignung dar. Ein Spiel funktioniert nur dann wenn die Spieler das spielende Tun radikal ernst nehmen (H.G. Gadamer 1960), und es im Spiel zu einer guten Selbstvergessenheit und Selbsttranszendenz kommt. Diesem im Spiel immer schon angelegten Ernst, der von J. Huizinga (1939) als „heiliger Ernst“ charakterisiert wird, verdanken wir letz…