Noroviren-Epidemie in der Schweiz, Winter 2004 / 2005: Lehren und Maßnahmen aus der Perspektive der Spitalhygiene
Uckay, I. · Hygiene + Medizin, Wiesbaden · 2007 · Heft 4 · S. 120 bis 125
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die kurze Inkubationszeit und das geringe benötigte Inokulum, die Resistenz gegenüber gängigen Desinfektionsmitteln sowie das Überleben unter widrigsten Umweltbedingungen außerhalb des Körpers, gekoppelt mit einer hohen Infektiosität schon vor Auftreten von Symptomen, machen Noroviren zu einem Epidemie-Erreger ersten Grades. Die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch oder über kontaminierte Nahrungsmittel und Gegenstände, wobei die Hände eine der Hauptquellen der Übertragung darstellen. Ausbrüche innerhalb des Spitals stellen oft einen Teil einer viel größeren gleichzeitigen spitalexternen Epidemie dar.