Eigennamenanomie nach rechtshemisphärischem Insult: Ein Fallbeispiel
C Geukes, HM Müller · Klinische Neurophysiologie · 2013 · Heft 03
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die kortikale Repräsentation des Lexikons und insbesondere die Binnenstruktur der etwa 20 bis 60.000 im Gehirn abrufbaren Wörter sind nach wie vor unklar. Andererseits belegen Fallbeispiele und Läsionsstudien der letzten 30 Jahren eine neurokognitive Realität von Wortkategorien [1]. Eine selektive Störbarkeit von Eigennamen (EN) wird oft nach Schäden in der linken, sprachdominanten Hemisphäre beschrieben [2], demgegenüber existieren jedoch Fallbeispiele von Patienten als auch EEG-Befunde, die eine spezifische Beteiligung der rechten Hemisphäre an der Verarbeitung von Eigennamen zeigen [3]. Wir stellen eine Patie…