Wenn Leitlinien enden und Gefährdung beginnt
Madeleine Kassar, Corinna Stamminger · Nervenheilkunde · 2026 · Heft 07/08 · S. 444-449
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungPatientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) stellen Allgemein- und Forensische Psychiatrie vor besondere Herausforderungen. Trotz evidenzbasierter Therapie kommt es häufig zu Therapieabbrüchen und diskontinuierlichen Verläufen. Im Spannungsfeld zwischen Selbst- und situativer Fremdgefährdung bedingen strafrechtlich relevante Handlungen eine Unterbringung im Maßregelvollzug. Forensische Psychiatrie fungiert als letzte Versorgungsinstanz, obwohl störungsspezifische Konzepte begrenzt sind. Bessere Übergänge sowie Schulungen einweisender und behandelnder Berufsgruppen scheinen notwendig.