Trockenes Auge: Tränenersatzmittel mit Konservierungsstoffen können Symptome verschlechtern
Michaela Bitzer · Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde · 2026 · Heft 07 · S. 726
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Frei verkäufliche Tränenersatzmittel, allgemein bekannt als künstliche Tränen, sind ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung des trockenen Auges (DED) und lindern die Symptome. Neben der Befeuchtung der Augenoberfläche tragen künstliche Tränen dazu bei, die erhöhte Osmolarität des Tränenfilms zu senken, inflammatorische Substanzen zu verdünnen oder zu entfernen, die Tränenretention zu fördern und fehlende Tränenkomponenten zu ersetzen. Da künstliche Tränen jedoch nicht die zugrunde liegende Pathophysiologie des DED behandeln, ist oft eine langfristige oder sogar lebenslange Anwendung erforderlich.