Myelodysplastische Syndrome (MDS) – Diagnostik, Prognoseabschätzung und Therapie
Ulrich Germing, Judith Neukirchen, Rainer Haas · Der Klinikarzt · 2013 · Heft 08 · S. 332-338
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind maligne Stammzellerkrankungen, die meist im höheren Lebensalter anlässlich der Abklärung einer Zytopenie diagnostiziert werden und einen sehr variablen Krankheitsverlauf haben. Die Diagnostik erfolgt mittels Zytologie, Zytogenetik und Histologie unter Berücksichtigung der Ausprägung der Dysplasien, des Blastenanteils in Blut und Knochenmark und zytogenetischer Befunde nach den Vorschlägen der WHO-Klassifikation. Eine Abschätzung der Prognose kann mithilfe des Internationalen Prognosescore (IPSS) erfolgen. Eine revidierte Version dieses Scores (IPSS-R) berücksichtigt neben B…