Postpartales hämolytich-urämisches Syndrom – Klinischer Verlauf und therapeutisches Management
N Brinkel, E Schalinski, J Fischer, H Hepburn, L Hellmeyer · Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie · 2013 · Heft 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrund: Das im Jahre 1955 von Conrad Gasser beschriebene hämolytisch urämische Syndrom (HUS) ist eine mikroangiopatische Erkrankung, welche mit Thrombozytopenie, Hämolyse, Mikrozirkulationsstörung und Nierenversagen einhergeht. Man unterscheidet vier verschiedene Formen: 1) EHEC-assoziierte typische Form, 2) idiopathisches atypisches HUS, 3) HUS bei systemischen Erkrankungen und Schwangerschaft sowie 4) HUS durch Toxinexposition. Durch die Störungen des Komplementsystems kommt es zu vermehrten Adhäsionen und Thrombozytenaggregationen an den Gefäßwänden mit der Folge der Organischämie. Plasmapherese bzw. Häm…