MDR-Tuberkulose in der Schwangerschaft: Konsequenzen für die Therapie, den Geburtsmodus und die Prävention beim Kind – Ein Fallbericht
S Veitshans, P Willems, A Philipp, T Merk, A Muradov, A Stamatopoulou, M Hetzel, M Priwitzer, C Unger · Pneumologie · 2014 · Heft 02
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung: Die Therapie der MDR-Tuberkulose bei Schwangeren hat mehrere Aspekte zu berücksichtigen: Das Resistenzprofil der Mykobakterien, die Embryo- bzw. Fetotoxizität der antimykobakteriellen Substanzen, das peripartale Infektionsrisiko des Kindes, die Überwachung des Kindes postpartal und das postpartale Infektionsrisiko für das Kind. Fallbericht: Bei einer 32-jährigen Erstgravida aus Tschetschenien wurde in der 35. SSW kulturell eine MDR-Tuberkulose diagnostiziert. Sie wurde mit PZA, EMB, Moxifloxacin und PAS i.v. behandelt. Die Geburt erfolgte in der 39. SSW als Schnittentbindung mit anschließender mikrob…