DAPT nach Stent-PCI: erhöhtes Blutungsrisiko unter SSIR-Antidepressiva
Johannes B. Dahm · Aktuelle Kardiologie · 2026 · Heft 04 · S. 266
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Stimmungsstörungen sind bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit weit verbreitet; dennoch birgt eine pharmakologische Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) potenzielle Risiken hinsichtlich Blutungen – insbesondere bei Patienten, die nach einer perkutanen Koronarintervention (PCI) eine duale Thrombozytenaggregationshemmung (DAPT) erhalten. Trotz der biologischen Plausibilität und der Evidenz aus Beobachtungsstudien, die SSRI mit einer beeinträchtigten Thrombozytenaggregation in Verbindung bringen, war die Datenlage für PCI-Patientenkollektive bisher begrenzt.