Wenn ein Klick zu viel ist – die elektronische Patientenakte (ePA) in der Psychotherapie
Jörg Bossenmayer · PiD - Psychotherapie im Dialog · 2026 · Heft 03 · S. 10-11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
ZusammenfassungAls Frau Dr. M., Psychotherapeutin, nach einer traumafokussierten Sitzung den ePA‑Eintrag freigeben soll, zögert sie. Mit einem Klick würden „komplexe Traumafolgestörung“ und Details zu sexualisierter Gewalt in der Kindheit für andere Behandler und möglicherweise spätere Gutachten sichtbar. Sie ist zur Nutzung der elektronische Patientenakte verpflichtet, das ist ihr bewusst – aber ebenso zur Wahrung strengster Vertraulichkeit. In diesem Moment wird aus einem technischen Routinevorgang eine heikle Entscheidung über Datenschutz, Schweigepflicht und das Vertrauen ihrer Patientin.