ICD-Therapie: Primär- und Sekundärprävention
Tobias Tichelbäcker, Leonard Bergau, Markus Zabel · Der Klinikarzt · 2016 · Heft 09 · S. 406-411
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In der Sekundärprophylaxe des plötzlichen Herztodes (nach anhaltenden Kammertachykardien oder überlebter Reanimation) ist die Indikation zur ICD-Therapie unbestritten, weil diese Patienten ein hohes Rezidivrisiko aufweisen. 2 große multizentrische Studien (SCD-HeFT und MADIT-II, publiziert 2002 bzw. 2005) gelten immer noch als Hauptevidenz für die primärprophylaktische ICD-Therapie. In diesen Studien konnte für Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Pumpfunktion – bei ischämischer oder nicht-ischämischer Genese – ein Überlebensvorteil von 23–31 % gezeigt werden. Basierend hierauf wurde die primärprophy…