Lp(a) und venöse Thromboembolien: erhöhte Inzidenz prämenopausal oder bei Hormontherapie
Johannes B. Dahm · Aktuelle Kardiologie · 2026 · Heft 05 · S. 346
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Erhöhte Lp(a)-Spiegel sind ein etablierter Risikofaktor für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen; die Apolipoprotein(a)-Komponente von Lp(a) weist eine signifikante strukturelle Homologie mit Plasminogen, der Vorstufe von Plasmin, auf. Es wird schon lange vermutet, dass Lp(a) das VTE-Risiko vor allem durch eine Beeinträchtigung der Fibrinolyse beeinflusst – jenes Prozesses, bei dem Plasmin Fibrin-Gerinnsel enzymatisch abbaut, um den normalen Blutfluss wiederherzustellen. Ein direkter Zusammenhang zwischen Lp(a) und venöser Thromboembolie (VTE) ist bisher jedoch wenig in Studien belegt. Darüber hinaus k…