Ersatz eines Harnröhrendefektes durch die Vena saphena1)
Richard Mühsam · DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift · 1912 · Heft 23 · S. 1093-1095
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Zusammenfassung Der vorgestellte Fall ist meines Wissens der erste, in dem ein zum Ersatz eines gonorrhoischen Harnröhrendefektes eingesetztes Stück der V. saphena primär ohne jede Fistelbildung einheilte und funktionsfähig blieb. Er lehrt, daß es notwendig ist, bei ähnlichen Operationen beide Venenenden mit den Harnröhrenenden durch exakte Naht zu vereinigen, einen Dauerkatheter für einige Zeit einzulegen und den Urin anfangs durch eine suprapubische Fistel abzuleiten. Die Nahtstellen können der Sitz neuer Strikturen werden und müssen durch gelegentliche Bougierungen weit gehalten werden.