Kurzbeschreibung
Kritische Ereignisse während Krankenhausbehandlungen können nicht nur Patient:innen, sondern auch Pflegekräfte (und andere Mitarbeitende) negativ beeinflussen. Dies wird als Second-Victim-Phänomen (SVP) bezeichnet. Welche Maßnahmen werden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin bereits umgesetzt, um Pflegekräfte bei den Folgen von Behandlungsfehlern und kritischen Ereignissen zu unterstützen, und wie können diese Angebote weiterentwickelt werden? Narratives Review zum SVP unter Pflegekräften. Iterative multi- und interprofessionelle Analyse der vorhandenen Strukturen an der Charité und Formulierung von Empfehlungen zu deren Weiterentwicklung. Die Second-Victim-Ereignisse unter Pflegekräften sind häufig und haben relevante psychische und physische Folgen, sowie Auswirkungen auf ihr professionelles Handeln. Unterstützungsprogramme sollten ein breites Spektrum von präventiven Maßnahmen bis hin zur professionelle psychologische Unterstützung umfassen. Die Charité bietet umfassende interprofessionelle Unterstützungsangebote an, die sich unabhängig aus drei Bereichen entwickelt haben. Eine Weiterentwicklung könnte durch eine stärkere Vernetzung der Angebote, eine systematische Dokumentation und Evaluation, sowie die Etablierung eines Peer-Support-Programms erfolgen. Durch den bestehenden Personalmangel erfährt die Prävention und Unterstützung von Pflegekräften im Zusammenhang mit SVP eine besondere Relevanz. Durch entsprechende Angebote können negative Folgen auf z. B. die Qualität der Patientenversorgung oder eine erhöhte Personalfluktuation reduziert werden.
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