Pflege AND Intensivstation AND Dysphagie AND Prophylaxe
Suchbegriff=Pflege AND SCHLAGWORT=Gesundheit AND ZEITSCHRIFT="Die Schwester Der Pfleger, Melsungen" AND AUTOR=Szepan
Mayrhofer, C. Kellerer, J. Rohringer, M. · Prävention und Gesundheitsförderung · 2026
Aufgrund der österreichspezifischen Ergebnisse des HLS-EU im Jahr 2011 wurden nationale Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz getroffen. Eine Maßnahme diesbezüglich war die Förderung der Gesprächsqualität in Gesundheitseinrichtungen. Diese Studie untersuchte die Edukation von Patient_innen mit komplexen Wunden im Hinblick auf gesundheitskompetenzfreundliche Kommunikation. In einer deskriptiven Pilotstudie wurden 6 Aspekte der Gesprächsqualität durch teilnehmende Beobachtungen und strukturierte Befragungen (TN = 20) durchgeführt. Die Daten wurden anhand standardisierter Instrumente erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass einige gesundheitskompetenzfreundliche Kommunikationsaspekte bereits umgesetzt werden. Defizite wurden bei der Nutzung von Rückbestätigungstechniken und der Berücksichtigung kultureller Bedürfnisse festgestellt. Nur wenige Patient_innen erhielten schriftliche Informationen oder Informationen in ihrer Muttersprache. Zudem wurde selten auf digitale Medien zur Unterstützung der Edukation zurückgegriffen. Die Befragungen ergaben, dass die meisten Patient_innen die Gesprächszeit als ausreichend und die Umgebung als ruhig und ungestört empfanden. Allerdings gaben nur wenige an, dass ihre Angehörigen aktiv in die Behandlung einbezogen wurden. Der Bedarf für die Verbesserung der Gesprächsqualität wurde in dieser Studie erhoben. Als Empfehlung für die Praxisentwicklung gehen Fortbildungen für Kommunikationstechniken sowie kulturelle Sensibilisierung hervor. Bei mangelnder Generalisierbarkeit der Ergebnisse ist jedoch weitere Forschung notwendig.
Die deskriptive Pilotstudie untersuchte in einem österreichischen Akutspital die gesundheitskompetenzfreundliche Edukation von Menschen mit komplexen Wunden. Grundlage waren teilnehmende Beobachtungen und strukturierte Befragungen von 20 Patient_innen bzw. 19 Befragten. Erfasst wurden sechs Aspekte der Gesprächsqualität, etwa Sprache, kulturelle Bedürfnisse, Einbindung von Angehörigen, Informationsvermittlung sowie Organisations- und Umgebungsfaktoren. Ergebnisse zeigen, dass bereits mehrere gesundheitskompetenzfreundliche Elemente umgesetzt werden: Es wurde meist in Alltagssprache gesprochen, Fragen wurden beantwortet, das Tempo als angemessen erlebt, die Privatsphäre gewahrt und die Gesprächszeit als ausreichend beurteilt. Defizite zeigten sich jedoch bei Rückbestätigungstechniken, der systematischen Erhebung von Übersetzungsbedarf, der Berücksichtigung kultureller Bedürfnisse, der Bereitstellung schriftlicher Informationen in mehreren Sprachen sowie beim Einsatz digitaler Medien. Angehörige wurden nur selten aktiv einbezogen. Die Studie empfiehlt Fortbildungen zu Kommunikationstechniken und kultureller Sensibilisierung sowie eine stärkere Nutzung von schriftlichen und digitalen Informationsangeboten. Aufgrund der kleinen Stichprobe und begrenzten Übertragbarkeit sind weitere Forschungen nötig.