Pflege AND Intensivstation AND Dysphagie AND Prophylaxe
Suchbegriff=Pflege AND SCHLAGWORT=Gesundheit AND ZEITSCHRIFT="Die Schwester Der Pfleger, Melsungen" AND AUTOR=Szepan
Brey, A.-v. Kiehn, M. Eder, E. · Prävention und Gesundheitsförderung · 2026
Immer wieder ereignen sich in Schulen Notfälle. Daher ist es wichtig, dass Lehrpersonen Erste-Hilfe-Maßnahmen setzen können. Die Fragestellungen dieser Untersuchung lauten: Inwieweit verfügen Lehrkräfte der Sekundarstufe in Österreich über theoretische, speziell für den Kontext Schule relevante Erste-Hilfe-Kenntnisse und wie beurteilen sie diese? In diese Studie wurden 115 Lehrpersonen aufgenommen, die sowohl in Österreich ihr Lehramtsstudium absolviert haben als auch dort unterrichten. Mittels Mann-Whitney-U- und Kruskal-Wallis-Tests wurde getestet, ob es signifikante Unterschiede zwischen den Ergebnissen eines Erste-Hilfe-Quiz in verschiedenen Subgruppen der Studienpopulation gibt. Die Analyse der Selbsteinschätzungen der Erste-Hilfe-Kenntnisse wurde anhand der relativen Häufigkeiten der einzelnen Kategorien einer fünfstufigen Likert-Skala durchgeführt. Durchschnittlich wurden 13 von 27 möglichen Punkten (48,1 %) im Erste-Hilfe-Test erzielt. Es ergaben sich signifikante Unterschiede in den Testergebnissen, abhängig vom Erste-Hilfe-Ausbildungsgrad (p < 0,001), der Vorerfahrung im Leisten von Erster Hilfe (p < 0,001), sowie dem Unterrichten naturwissenschaftlicher (p = 0,027) und technisch-naturwissenschaftlicher Fächer (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik; p = 0,004). 47,9 % der Lehrpersonen fühlen sich überhaupt nicht oder wenig kompetent, adäquate Erste-Hilfe-Maßnahmen korrekt anwenden zu können. Die Teilnehmer*innen weisen deutliche Lücken im Erste-Hilfe-Wissen auf. Der hohe Prozentsatz an Unsicherheit bei der Anwendung Erster Hilfe unterstreicht ihr Bewusstsein für ihre Wissensgrenzen und Unsicherheiten. Eine Verbesserung der Erste-Hilfe-Ausbildung von Lehrpersonen und somit langfristig eine adäquatere Vorbereitung der Lehrer*innen auf potenzielle schulische Notfälle wäre wünschenswert.
Die Studie untersuchte, wie gut Lehrkräfte der Sekundarstufe in Österreich über theoretische, für den Schulkontext relevante Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügen und wie sie diese selbst einschätzen. Befragt wurden 115 Lehrpersonen, die in Österreich studiert haben und dort unterrichten. In einem neun Fragen umfassenden Quiz erreichten sie im Durchschnitt 13 von 27 Punkten (48,1 %); mehr als die Hälfte beantwortete weniger als die Hälfte der Fragen richtig. Signifikant bessere Ergebnisse zeigten sich bei Lehrkräften mit höherem Erste-Hilfe-Ausbildungsgrad, mit praktischer Vorerfahrung in Erster Hilfe sowie bei Personen, die naturwissenschaftliche oder MINT-Fächer unterrichten. Geschlecht, Alter, Berufserfahrung oder Ort der Ausbildung zeigten keine signifikanten Zusammenhänge. Fast die Hälfte der Teilnehmenden (47,9 %) fühlte sich gar nicht oder nur wenig kompetent, Erste-Hilfe-Maßnahmen korrekt anwenden zu können; nur 18,9 % schätzten sich als ziemlich oder sehr kompetent ein. Die Autor*innen sehen deutliche Wissenslücken und einen Bedarf an besserer, verpflichtender und regelmäßig aufgefrischter Erste-Hilfe-Ausbildung im Lehramtsstudium, um Lehrkräfte auf schulische Notfälle angemessener vorzubereiten.